Toilettentypen. Unterschiede zwischen Chemie-, Trenn- und Trockentoiletten.

Chemietoiletten. Auch Kassettentoiletten genannt.

So wie ein Tempo ein Taschentuch beschreibt, nennt man Kassettentoiletten auch nach dem Modell Porta Potti von Thetford. Aber es gibt natürlich noch weitere Anbieter, wie Dometic, Fritz Berger, Camp4, Fiamma oder Enders. Sie haben den Vorteil, dass man sie beim Benutzen nutzen kann, wie die Toilette zu Hause. Du setzt Dich drauf und machst Dein Geschäft. Du nutzt (spezielles) Toilettenpapier und spülst anschließend nach. Es gibt sie in verschiedenen Größen, so dass sie auch in das kleinste Möbel passen kann. Sie sind recht preiswert (ab 60 Euro). Die Tankkapazität beginnt bei rund 12 Litern. Teurere Modelle zeigen Dir den Füllstand an. Ob die immer so zuverlässig ist, bleibt dahingestellt. Gleiches gilt für den Nachspültank. Bei manchen pumpst Du mit Druck, manche spritzen elektrisch nach.

 

Nachteile: Du setzt Chemie ein (Tabs, Konzentrate, normale Flüssigkeiten, es gibt sie auch biologisch!) und musst an einer Entleerungsstelle (z. B. Entsorgungsstation auf einem Stell- oder Campingplatz) den Tank ausleeren. Trotz der chemischen Zusätze ist das ggf. für Dich gewöhnungsbedürftig. Wenn Du mehr als rund drei Tage frei stehst und keine Entsorgungsmöglichkeit findest, hast Du ein echtes Problem. Die Toilette lohnt sich jedoch sehr, wenn Du sie oft benutzen möchtest, z. B. mit Kleinkindern oder einer schwachen Blase oder einem empfindlichen Magen, und Du sie auch ordnungsgemäß entsorgen kannst. Viele weitere Infos dazu findest Du über den unteren Link.

 

Trockentoiletten.

Hier kommt alles in dieselbe Tüte. Vorteile: Du brauchst kein Wasser. Sehr preiswert. Lässt sich mit einem beigelegten Pulver im Hausmüll entsorgen. Ideal für Nutzer, die sie nur sehr selten nutzen oder ohne eine Entsorgungsstelle reisen. Nachteil: Wer sie ständig nutzen will, muss einiges Geld dafür für Tüten ausgeben, denn zehn Tüten kosten mal schnell rund 30 Euro. Sie eignen sich aber sehr gut für Gelegenheitsnutzer wie mich. Ich nutze sie nur sehr selten im Notfall und komme jahrelang mit den Tüten aus. Ein paar wenige Campingausbauer für den Bus bieten eine solche Trockentoilette an, so z. B. Spracecamper. Sie wird an der Schiebetür (natürlich innenliegend) befestigt. Spart gut Platz, es darf nur keiner gleichzeitig von außen die Schiebetür öffnen wollen...

Fritz Berger und Reimo bieten solche Trockentoiletten ebenfalls an. Aber auch auf eBay oder bei Amazon findest Du viele Varianten. Meine ist von Cactus.

 

Beispiele, wo diese Toilette gut genutzt wird: 

  • Besuch des Maikäfertreffens in Hannover am 01. Mai, auf dem es nur Dixiklos gibt (und die meide ich dann doch).
  • Wildes Übernachten nach einer Wandertour ohne Toilette in der Gegend.
  • Etwas falsches gegessen und Du musst mal ganz dringend. Einfach parken und nutzen.

Viele weitere Infos dazu findest Du über den unteren Link.

 

Trenntoiletten.

Hier trennst Du Urin und Kot. Im Grunde hat an hier die Trockentoilette weiterentwickelt. Viele Vor- und Nachteile der Trockentoilette gelten auch hier. Saugfähige Pellets oder ein bestimmtes Streu werden hinzugefügt, so dass kein Geruch entsteht und Flüssigkeit gebunden wird. Vorteil: Man kann die Box öfter nutzen bevor man sie entworgen muss. Busandmore hat z. B. ein schickes Modell im Angebot. Oder auch Kildwick mit dem Modell Happy Loo. Sie kosten meistens dreistellig, doch Papp-Klapplösungen sind deutlich günstiger. Weitere Infos dazu findest Du über die unteren Links.

 

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