Brigitte und Winfried aus Bochum fahren nunmehr schon seit rund sechs Jahren mit ihrem seltenen T4 Dehler Optima 5.4 durch Deutschland und Europa. Verbaut ist in diesem Bus der große VR6-Benzin-Motor mit einer LPG-Gasanlage und die VW-Automatik. Mehrere Reparaturen waren am Getriebe und am Bus schon notwendig, doch das Konzept des Busses gefällt den beiden rüstigen Rentner*innen noch immer, so dass beide mit ihrem Bus weiter auf Touren gehen werden.

 

Das Fahren, im Bus schlafen und das Treffen von Bullifreunden sind für sie wahres Buslife. Die Individualität bzw. das individuale Reisen gefällt ihnen am besten am Bus. Einen anderen Urlaub können sie sich nicht mehr vorstellen. Höchstens eine Fahrt mit ihrem kleinen Boot.


Dies ist die T4 Faceliftversion mit längerer Motorhaube. Diese hat VW entwickelt, um ab Mitte der 1990er Jahre größere Motoren einbauen zu können. Ein Steinschlagschutz ziert die Motorhaube. Nennt man auch Bra.

Das Dehler-Hochdach erlaubt eine Stehhöhe bis ca. 1,82m, aber auch nur in bestimmten Innenraumbereichen, da die Seitenwände sich nach oben hin krümmen. Sieht optisch von außen klasse aus, nimmt aber im Inneren etwas Raum.

Hier verbaut ist zudem eine Markise.

Die Bezeichnung Dehler Optima 5.4 ergibt sich aus der Basis, dem T4 mit langem Radstand und Heckverlängerung. In ihr ist ein komplettes Bad mit Dusche, Toilette und Waschbecken eingebaut.

Eine so genannte Bilge-Pumpe aus dem Bootsbau sorgt dafür, dass beim Duschen das Wasser nach unten hin abgesaugt wird. Durch den Heckgepäckträger bemisst sich die Gesamtlänge auf knapp 6m.

 

Die Gepäckbox nimmt Stühle und den Außentisch auf. Oben drauf befinden sich die Fahrräder. Viele Dehler-Fahrer*innen haben sich eine solche Lösung hinten am Heck gebaut, denn im Inneren bietet der Bus dafür wenig Platz.

Hinten unten rechts in der Stoßstange befindet sich der 230 Volt-Stromzugang. Die Gepäckbox blockiert die Revisionsklappe am Heck des Busses. So muss man für die Entsorgung die Toilette durch den Innenraum entnehmen.

Ein tolles, spaciges Design des Hochdaches. Die Optik konnte Dehler immer perfekt, egal, ob es sich um einen T3- oder T4-Dehler handelte.

Tolles Dachdesign trifft auf Heckgepäck.

 

Optisch sehr extravagant, erinnert an Colani.

Lamellen außen oben im Hochdach verbergen Klappfenster. Sie bringen unglaublich viel bei der Belüftung des Innenraums. Des Weiteren lassen sie durch die geschickte Konstruktion bei Regen kein Wasser rein. Sie können also beispielsweise nachts immer geöffnet bleiben.

Eine zusätzliche Belüftug für den VR6-Benzinmotor. Dieser wurde um eine LPG-Gasanlage ergänzt, was die Verbrauchskosten senkt. Die Felgen sind schwarz foliert.

Ein Blick ins Innere: Hier die Rücksitzbank, die zum Bett umfunktioniert wird. Im Dach gibt es nur Platz für ein bis zwei Hängematten für Kinder.

Auch im Inneren begegnet uns ein spaciges Design. Die Verarbeitungsqualität ist übrigens klasse, obwohl hier Kunststoff und Holz gemischt verbaut worden sind. Hier zahlt sich die Dehler-Erfahrung im Bootsbau mächtig aus.

 

Unübertroffen ist in diesem Bus die Isolierung und Geräuschdämmung während des Campens. Die Standheizung braucht man nachts nur äußerst selten.

Der hintere Raum ist geöffnet. Wir blicken auf das Bad. Sichtbar sind Waschbecken und Toilette darunter.

 

Rechts am Bildrand die Koje, in der ein Kind schlafen kann. Auch gut als Ablage nutzbar.

Das Waschbecken lässt sich hochklappen und seitlich wegfahren, so dass der Toilettenzugang gut möglich ist.

 

Links oben sehen wir den Duschvorhang zusammengepackt seitlich im Fach.

 

Das Fenster erlaubt viel Licht. Ein Sichtschutz ist natürlich vorhanden. Entlüftet wird oben mithilfe einer kleinen Luke.

 

Ganz unten in der Duschtasse befindet sich die Bilge-Pumpe, die das Wasser beim Duschen nach unten wegpumpt.

 

Rechts deutet sich der riesige Stauschrank an. Platz für Klamotten und Essen ist hier reichlich.

Die vorderen Sitze.

Nein, kein Flugzeug. Wir befinden uns über dem Fahrerraum. Licht, die Steuerung der Standheizung und das Bordpanel sind hier bedienbar.

 

Dehler nahm als Standheizung die 3BL, wobei das B für die Benzinvariante steht. Sie läuft leise und stabil.

Ein Blick aus dem Hochdach in den vorderen Bereich des Busses. Links die Koje, rechts weitere Staufächer, vorne das Bordpanel. Des Weiteren ein Dachfenster.

Die Küche mit großem Wasserbecken, Zwei-Flammenkocher mit Luftabsaugung und großem, gut kühlendem Kühlschrank. Die Verstellung befindet sich jedoch ganz hinten im Kühlschrank an der Rückwand. Zumindest die körperliche Beweglichkeit fördert der Bus immens.

Der schön gestaltete seitliche Schriftzug mit Anleihen aus dem damaligen Dehler-Bootsbau, der parallel zum Camperausbau stattfand.

Alles Gute für Eure weiteren Reisen, liebe Brigitte und Winfried!